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31. März 2026

Neue Publikation: Ein weiterer Schritt zu mehr Präzision in der Knieendoprothetik

Eine Knieprothese ist kein standardisierter Eingriff.

Jedes Knie ist anders – und unser Ziel ist es immer, ein Ergebnis zu erreichen, das sich für den Patienten stabil, sicher und möglichst natürlich anfühlt.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die richtige „Balance“ im Knie. Damit ist gemeint, wie gut die Bänder und das künstliche Gelenk zusammenarbeiten. Diese Balance während der Operation genau einzustellen, ist eine der größten Herausforderungen.

Durch die moderne, robotisch assistierte Kniechirurgie können wir heute sehr genau messen, wie sich das Knie während der Operation verhält.

Bei unserer täglichen Arbeit hier in Simmerath stellte sich deshalb eine zentrale Frage: Können wir diese Messdaten so nutzen, dass wir im OP noch gezielter und sicherer entscheiden können?

Daraus ist nun der Knee Balancing Score (KBS) entstanden.

In unserer aktuellen, international veröffentlichten Studie haben wir die Messungen von 285 Kniegelenken ausgewertet und daraus ein System entwickelt, das uns hilft, die Balance im Knie besser zu beurteilen.

Dabei hat sich gezeigt: Oft verhält sich das Knie so, wie man es erwartet – aber nicht immer.

Gerade wenn ein Gelenk anders reagiert als gedacht, kommt es auf Erfahrung und eine genaue Einschätzung an. Der Knee Balancing Score hilft uns, solche Situationen besser zu erkennen und darauf gezielt zu reagieren.

Für uns ist diese Veröffentlichung ein wichtiger Schritt. Für den Patienten bedeutet das vor allem eines:

Wir können das Kniegelenk noch individueller beurteilen und die Operation noch genauer abstimmen.

Unser Ziel bleibt dabei immer gleich: Ein künstliches Kniegelenk, das im Alltag gut funktioniert und sich möglichst natürlich anfühlt.